By: Werner Zimmer An: 13. Januar 2018 In: Uncategorized Comments: 0

Nachdem wir uns seit einigen Tagen wohnlich eingerichtet und uns eingelebt haben, wollen wir nun unseren ersten großen Ausflug unternehmen. Es soll heute nach Oliva gehen. Unsere Freunde Renate und Walter möchten uns begleiten und uns schöne Orte auf der Strecke zeigen.

Wir starten um 10.30 Uhr am Campingplatz Villamar in Benidorm. Walter stellt seinen Wagen zu Verfügung. So haben wir ausreichend Platz für Rollstuhl und “Anton”. Die Strecke führt uns über Benidorm-Altea-Calpe-Moraira-Javea-El Verger-Denia nach Oliva. Wir fahren die alte Küstenstrasse entlang nach Calp(e).

Calpe befindet sich an der Ostküste und hat sich aufgrund des Baubooms zum 2. Benidorm entwickelt. Zahlreiche Hotels und Campingplätze bieten im ganzen Jahr erholsame Tage. Besonders die deutschen Überwinterer lieben Calpe und haben in den vergangenen Jahrzehnten die Gastronomie geprägt. Wer es  mag… Die Promenade und der Blick auf den Hausberg “Penjal de Ifac sind ein schöner Kontrast zu den vielen Hochhäusern. Die Altstadt von Calpe sollte man sich auf jeden Fall ansehen.

Wir fahren weiter auf der Küstenstrasse CV 746 Richtung Moraira. Nun erkennt man die Ausmasse der Urbanisationen von Calpe erst richtig. Der Übergang ist fast nahtlos.

Moraira hat sich den Charme eines Fischerdorfes so gut es geht erhalten können. Es gibt nur 2 siebenstöckige Gebäude und man versucht den Massentourismus zu vermeiden. Moraira liegt unmittelbar am Meer an der Costa Brava. Durch die Lage an Meer und Bergen hat Moraira im Schnitt über 300 Sonnentage im Jahr.

Weiter geht es nun durch Moraira über Paichi zur Vova del Arcs mit seine im Meer gelegenen Grotte. Das Gestein in der Grotte ist Grün und rot gefärbt und bieten einen einmaligen Blick in das offene Meer. Vorher halten wir kurz an einer Anhöhe an und geniessen den Blick über Teulada und seinen Hausberg, der die Umrisse eines Elefantentenkopfes mit Rüssel hat.

Und schon geht es weiter nach Javea. Dort möchten wir uns die Iglesia Parroquia del Mar ansehen und eine kleine Frühstückspause einlegen. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden und Marion und Walter bereits eine kleine Bar im Auge habenund zielstrebig diese ansteuern machen Renate und ich uns auf den Weg zur Iglesia (Kirche). Sie liegt etwas versteckt hinter den Häusern. Von aussen erkennt man es nicht gleich als Kirche, eher ein moderner Bürokomplex. Jedoch das innere der Kirche ist sehenswert. Die Betonsäulen bedeuten die 12 Apostel, die Decke ist dem Unterbau eines alten Holzschiffes nachempfunden und das Sonnenlicht durch die kleinen Öffnungen zwischen den Säulen gibt dem ganzen einen mystischen Blick. Im Vorraum der Kirche wurde eine Liebevolle Weihnachtsgrippe errichtet.  Leider ist der Zugang zur Kirche nicht Rollstuhltauglich.

Marion und Walter haben es sich in der Bar gemütlich gemacht und genießen ihren Cafe con leche und eine Tapa-Platte mit Schinken, Käse und Patata Bravas. Wir bestellen uns ebenfalls einen Cafe con Leche und genießen den Blick zum Meer und dem kleinen Hafen.

Unser Ausflug führt uns nun Richtung Denia mit einem Abstecher zum Cap Antoni. Das Cap Antoni  wurde im 14 Jahrhundert als Festung gebaut und bestand aus Wachtürmen die auf der Ruine einer Kapelle zu Ehren San Antoni errichtet wurden. Später wurde aus einem der Türme der heutige Leuchtturm. Der Blick ist atemberaubend und reicht bei gutem Wetter bis zu den Balearen.

Die Zeit verging im Flug und wir möchten doch noch gerne einige Campingplätze in Olivs besichtigen, deshalb fahren wir nur durch Denia, aber nicht, ohne uns die Landungsbrücken der Fähren nach Ibiza, Mallorca anzusehen. Dieser Fährhafen wurde in den vergangenen  Jahren aufwendig ausgebaut. Es gleicht einem Flughafen.

Wir erreichen am frühen Nachmittag und nach fast 100 km Oliva. Ein Touristenort an der Costa Azahar und 120km südlich von Valencia. Er verfügt über zehn Kilometer sauberen Sandstrand mit flachem Wasser. Dieser ist fast vollständig von Dünen umgeben, die die Orangenbaumfelder vom Meer trennen. Im gut erhaltenen Ortskern kann man das christliche vom maurischen Viertel unterscheiden. Bemerkenswerte Bauten sind die erzpriesterliche Kirche, das Kloster Rebollet, der Turm “Torre de Comare” (15./16. Jahrhundert), die Kirche San Roque (18./19. Jahrhundert) und die Ruinen der Burg Santa Ana. Ebenfalls einen Besuch lohnen das Haus von Gregorio Mayans und die Stammhäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert in der Straße Calle Tamarit.Die lebhafteste Gegend liegt an den Stränden Daimús, Miramar und Guardamar. Der Marineclub und der Sporthafen ermöglichen Wassersportarten wie etwa Windsurfen. Es besteht ein breites Angebot an Campingplätzen. Weitere Möglichkeiten sind Flussfischfang und Bergsteigen. Der Ort verfügt auch über einen Golfplatz mit 18 Löchern.Besondere Erwähnung verdient der Naturpark Marjal de Pego-Oliva. Dieses Feuchtbiotop mit zahlreichen nur hier heimischen Tier- und Pflanzenarten ist von hohem ökologischen Wert.

Die Campingplätze liegen alle an den Dünenstränden und sind teilweise 30 Jahre und älter. Jedoch aufgrund der steigenden Ansprüche der Camper immer wieder erweitert und renoviert. Leider entspricht keiner dieser Plätze nicht unsern Anforderungen.

Nachdem wir sehr entäuscht von den Campinplätzen in Oliva sind begeben wir uns auf den Rückweg über die N 332 nach Benidorm.

Zum Abschluß eines wunderbaren und sehenswerten Tages kehren wir noch beim Lieblings -Chinesen von Walter und Renate ein. Der Chef sieht uns schon von weiten und legt Ratz- Fatz eine Rollstuhlrampe an damit die beiden Rollifahrer ohne Hilfe das Restaurant betreten könne…. toll. Der Chef spricht Spanisch, Englisch und Deutsch. Ein echtes Multitalent und super witzig.

Marion und Renate bestellen sich NasiGoreng, Walter und ich bedienen uns an der gebratenen Ente mit Reis und gedünsteetn Gemüse. Als Vorspeise gibt eine scharfe Reissuppe. Dazu einen Vino-Tinto de Casa und Clara ( Bier mit Zitronenlimo).

Ein wunderbarer Tag geht zu Ende. Danke an Walter und Renate für die tollen Orte und Buchten die wir erkunden durften.