By: Werner Zimmer An: 11. Dezember 2017 In: Uncategorized Comments: 0

Unser Versuch der ersten Überwinterung in Spanien beginnt am 18. November. Wir starten um 08.00 Uhr zu Hause Richtung Würzburg. Marion hat dort noch eine Seminar mit Heidi-Marie Wellmann. Wir kommen gegen 11.00 Uhr auf dem Campingplatz “Kalte Quelle ”  an. Nach dem einchecken und dem aufstellen des Wohnwagens gönnen wir uns erstmal unser Mittagessen. Der Campingplatz befindet sich bereits im Winterschlaf, nur wenige sanitäre Einrichtungen sind offen, aber geheizt. Da wir eh nur eine Nacht bleiben reicht es uns allemal.

Nach dem Mittagessen fahren wir gemeinsam zum Tagungsort nach Würzburg. Vom Campingplatz sind es mit dem Auto etwa 15 min. Wir finde auch sofort einen Parkplatz direkt vor dem Tagungshaus. Dieses liegt nur wenige Gehschritte vom Dom zu Würzburg. Ich werde den Nachmittag nutzen um Würzburg etwas zu erkunden. Leider ist das Wetter so garnicht gemacht zum erkunden, aber was solls, in einigen Tagen haben wir die Sonne gepachtet.

Ich nehme unseren”Anton” an die Leine und los gehts. Wir laufen um den Dom herum, eine kleine Unterführung bringt uns direkt zur Einkaufsmeile und zum Haupteingang des St.Kilian- Doms. Von vorne sieht der garnicht so groß aus. Also mal rein. Beim Eintritt in das Portal erkennt man nun die riesigen Ausmaße dieser katholischen Kirche. Ein nicht endender Blick geht nach oben zum Dachfirst. Das innere des Doms wirkt sehr spartanisch. Dies ist wahrscheinlich dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg geschuldet. Der Dom wurde in den Jahren 1988 – 2012 aufwendig restauriet und vieles verschwunden geglaubte Relikt wurde wieder freigelegt.

Unser Weg führt uns nun hinunter zur alten Mainbrücke, ein touristisches Magnet da man von japanischen Touristen umzingelt ist. Von hier hat meinen einen wunderbaren Blick zur Festung Marienberg. Weitere Sehenswürdigkeiten ist der der Alte Karnen, 5 Brücken führen über den Main, unzählige Kirchen, Klöster und Kapellen gehören ebenso zum Stadtbild wie die vielen Brunnen. Würzburg ist auf jeden Fall eine Stadt die man gesehen haben sollte.

Leider ist unsere Zeit begrenzt und “Anton ” und ich müssen nun Marin wieder abholen. Gemeinsam mit den Teilnhemern des Seminars haben wir uns entschlossen etwas leckeres Essen zu gehen. Die Restaurantauswahl in Würzburg ist riesig.Wir entscheiden uns von unweit gelegenen Hotel – Restaurant Franziskaner. Das Restaurant bietet eine traditionelle wie auch Vegatraisch/Vegane Küche. Uns hat es gefallen und jeder hat auch etwas aus der Speisekarte gefunden. Gegen 21.30 verabschieden wir uns von allen und machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Da wir am nächsten Tag früh los wollen, begeben wir uns auch zeitig zu Bett.

Der nächste Morgen beginnt mit leichtem Nieselregen und kühlen Temperaturen. Schnell waschen, Zähne putzen und noch ein paar Sandwiches schmieren für die Fahrt, anhängen und los gehts in Richtung Freiburg, genau gesagt Kirchzarten auf den Campingplatz Dreisamtal.

Gegen Mittag kommen wir an und wir suchen uns einen gut zugänglichen Stellplatz, da wir nur einen Nacht bleiben wollen. Die Sonne scheint, aber es sind nur 4 Grad … trotzdem machen wir einen langen Spaziergang durch die Felder die nahe am Campingplatz liegen. Nach knapp 2 Stunden und kalten Fingern sind wir zurück. Im Wohnwagen sind es muckelige 22 Grad. Es ist bereits am dämmern und so entscheiden wir uns etwas warmes zum Abendessen zu zubereiten. Es gibt Bandnudeln mit Spitzkohlsugo. Sehr lecker.. Den Anbend verbringt Marion am Computer und ich lese einen meiner Ostfrieslandkrimis auf dem E-Book.

In dieser Nacht gab es Frost.die Scheiben vom Auto waren gefroren. Dank Standheizung kann ich mit das kratzen ersparen und schon alles für unseren Grenzübertritt nach Frankreich vorbereiten. Unser Auto macht uns etwas Sorgen, da die Motorkontrollleuchte aufleuchtet. Der Partikelfilter scheint wieder dicht zu sein.  Wir entscheiden uns trotzdem die Reise fortzusetzen und die Strecke bis nach Lyon mit Handschaltung und mit 3000 Umdrehungen zu fahren um den Filter auf Temperatur zu bringen.

Es läuft eigentlich alles gut, bis wir ca 100 km vor Lyon auf der A 39 langsamer werden und unser Wagen in das Notprogramm wechselt. Der Filter ist dicht. Also runter von der Autobahn und einen Werkstatt aufsuchen. In Courlaux  direkt nach der Mautstelle finden wir die Autowerkstatt Auto-Service Conseils. Ich versuche mein Glück und erkläre mit Hände und Füssen welches Problem vorliegt. Der Besitzer ist sehr bemüht und versucht uns zu helfen, aber nach 3 Stunden gibt er auf und sagt, da kann nur eine Fachwerkstatt helfen. Er versucht bei einer nahe gelegenen Ford-Werkstatt einen schnellen Termin zu bekommen, zwecklos, frühestens in einer Woche.

Das ist uns entschieden zu lange. Wer kann helfen…. der ADAC. Die Damen nd Herren des ADAC helfen sofort, haben einen Bosch-Werksatt in Louhans gefunden die unseren Wagen und den Wohnwagen dort hin schleppen da das selbst fahren aus Sicht des Technikers nicht ratsam ist. Aber wo bleiben wir. Im Wohnwagen geht nicht, da wir ohne Strom nicht übernachten können. Der ADAC besorgt und in Louhans eine Rollstuhlgrechtes Hotel. Wir bekommen ein Zimmer im Hotel Cheval Rouge, direkt in der Stadtmitte. Aber wie kommen wir dort hin. Wieder versucht der ADAC eine Fahrgelegenheit zu organisieren. Mit mäßigem Erfolg. Es ist bereits 19.00 Uhr und der Besitzer der Werkstatt hat eigentlich bereits seit 2 Stunden Feierabend. Nachdem alle Versuche vergeblich waren und auch er noch mal mit dem ADAC gesprochen hat entscheidet er: Wir fahren Euch dorthin..Ein befreundetes Ehepaar ist ebenfalls vor Ort und stellt Ihren Van zu Verfügung. und wir sind glücklich und zufrieden in Louhans angekommen. Außer einem Dankeschön und Küßchen zu Abschied wollten unsere “Retter” nichts für Ihre Hilfe haben. Das es sowas noch gibt…

Da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen haben entscheiden wir uns nach dem Zimmer Bezug das Restaurant des Hotels zu besuchen. Schnell wird eine Rampe angelegt und wir können problemlos die 5 Stufen zum Restaurant überwinden. Klasse. Auch “Anton” ist herzlich willkommen. Der Kellner begrüßt uns sehr freundlich und reicht uns die Speisekarte. Leider alles auf französisch, wie nicht anders zu erwarten. Also auf gut Glück.

Ich bestelle mir eine Keule des bekannten Bresse-Huhn, mit Kartoffeln und Gemüse. Marion bestellt sich eine Kürbissuppe mit Bagette, als Nachspeise eine französische Käseplatte, die so muß man sagen für den Preis recht übersichtlich war. Aber alles in allem sehr gut. Dazu ein französischer Rotwein. Der Tag endete Perfekt.