Mein Feuerritual beim Inner-Qi - Wochenende von Raho Bornhorst in Kirchzarten am 22.+23. Juli 2017

Am 23. Juli reiste ich mit meinem Mann Werner nach Kirchzarten bei Freiburg und war voller Vorfreude auf das Wochenende mit Raho Bornhorst. Wir gönnten uns das super schöne Hotel Stadt Freiburg. Es war gar nicht so einfach, so kurzfristig noch ein rollstuhlgerechtes Zimmer im Freiburger Raum zu bekommen, da wir ursprünglich mit dem Wohnwagen anreisen wollten. Ich konnte es gar nicht abwarten so viele tolle Frauen zu treffen, die ich bisher überwiegend nur „online“ kannte. Ich bin immer wieder fasziniert, dass obwohl man sich bisher nur über die Onlinemedien ausgetauscht hat, es sich beim ersten Treffen häufig so anfühlt als würde man sich schon ewig kennen. Raho ist so ein wundervoller Mensch und Lehrer, der wirklich das uns vorlebt wovon er spricht.
Das Feuerritual
Am Samstag nachmittag war es dann soweit – das so ersehnte Feuerritual. Wir teilten uns in Gruppen auf die einzelnen Coaches auf und fuhren mit den Autos raus auf  den Hugenhof der Familie Weibser. Hier wurde uns freundlicherweise eine Wiese mit einem wundervollen Blick ins Tal zu Verfügung gestellt. Wir suchten uns jeder das Material aus, mit dem wir unser Feuer entfachen wollten und verteilten uns auf der Wiese. Uns standen Materialien wie Holz, Zewa, Olivenöl, Stöckchen, Blüten, Streichhölzer und Teelichter zu Verfügung. Nachdem der jeweilige Coach unsere aufgebauten Materialien freigegeben hatte, begann jeder für sich sein Feuerritual. Im nachhinein weiß ich, dass schon jetzt mein Lern- und Reinigungsprozess begann… Ich versuchte es zuerst aus dem Rollstuhl, mein Feuer anzuzünden … ohne Erfolg. Irgendwann begab ich mich dann doch auf den Boden – ich spürte, dass ich mich sehr unwohl auf dem Boden fühlte. Das Gefühl nicht selbstständg meine Position verlassen zu können und nah bei mir ein Feuer zu entzünden machte mir etwas Angst – ich wollte es aber unbedingt alleine schaffen. Ich versuchte es weiter, aber ohne nennenswerte Fortschritte. Ich atmete immer mehr Rauch ein, die Augen tränten – “das kann doch nicht so schwer sein dieses Feuer zu entfachen”. Ich war wieder im Kampfmodus und im Widerstand – brachte mir nur herzlich wenig. Als ich schon sehr verzweifelt war und die Tränen kullerten kam Raho zu mir. Er legte sich auf den Boden und erklärte mir, dass zu viel Luft zwischen meinen Materialien war um das Feuer zu entfachen. Er nahm ein paar „bauliche“ Veränderungen vor, half mit Olivenöl nach und was soll ich dir sagen … er pustete und das Feuer brannte – für mich wie Zauberei ;-). Ich war auf der einen Seite happy, dass das Feuer brannte aber auch ratlos, dass ich – außer Glut zu erzeugen – es nicht geschafft hatte, was Raho so scheinbar mühelos gelang. Ich hatte nun noch ein paar Minuten Zeit mich zu sammeln und alles was nicht meiner Liebe dient ins Feuer zu geben und es verbrennen zu lassen. Ich war erschöpft und doch dankbar, noch einen Moment meinem Feuer zu zuschauen. Dann löschte ich es wieder gründlich mit Wasser. Ich war ziemlich mitgenommen und brauchte erst einmal Zeit für mich um diese Erfahrung zu verarbeiten. Ich hatte die Wirkung der Durchführung eines Feuerrituals für mich echt unterschätzt. Es war sehr spannend im nachhinein zu erfahren, wie es den anderen Teilnehmern ergangen war. Manche brauchten auch ihre Zeit um das Feuer zu entfachen und vor dem Wind zu schützen – Anderen gelang es mühelos sofort ihr Feuer zu entfachen. Es war ein extrem wertvoller Reinigungsprozess für mich und es zeigten sich Gedanken- und Verhaltensmuster, die mich auch im Leben teilweise daran hindern, Herausforderungen mit Leichtigkeit und Freude zu meistern.
Erklärung zum Shiva – Feuer
Ein Coach sollte innerlich frei sein von ihn begrenzenden Altlasten, um wirklich führen und inspirieren zu können. Hierzu ist ein solches Feuerritual sehr wertvoll um aktiv alle hinderlichen alten Strukturen zu verbrennen und frei zu sein. Erlernte Vermeidungsprogramme können uns früher sicher dienlich gewesen sein um z. B. Gefahren zu erkennen und ihnen auszuweichen . Ggf. wurden sie auch von Anderen als passend übernommen und als unbewusste Programme installiert. Solche Programmierungen können aber im Erwachsenenalter bewirken, dass man sich wieder wie ein kleines Kind fühlt und auch so verhält. Für mich ist es wichtig, mir diese unbewusst ablaufenden Programme bewusst zu machen um dann neu entscheiden zu können, ob ich diese ändern möchte oder nicht.
Meine Erfahrungen nach dem Wochenende …
Als ich nach Hause kam spürte ich schon die Reinigung meines Geistes. Es fühlte sich so an als ob Altes gegangen ist und Platz für Neues gemacht hat. Ich bekam neue Ideen, Impulse und konnte klarer sehen, was meine nächsten Schritte sind. Als ich zu meiner Physiotherapeutin kam und wir mit dem Training begannen war sie total überrascht – die Spastik war weniger, meine Bewegungen waren kräftiger und harmonischer. Ich konnte plötzlich Übungen machen, die zuvor einfach nicht für mich durchführbar waren. Sie sagte „Egal was du am Wochenende genommen hast – nimm es weiter ;-)“. Diese Entwicklung zeigt mir, wie dicht alles zusammen hängt. Obwohl das Wochenende gefühlt sehr anstrengend für mich war – körperlich wie auch mental, machte ich plötzlich Fortschritte, die sich meine Therapeuten nicht erklären konnten.
Danke an meinen Mann …
Ich möchte an dieser Stelle meinem Mann Werner danken, dass er mich an diesem Wochenende begleitet hat und alle Herausforderungen wie z. B. ein defekter Aufzug mit mir gemeinsam gelöst hat. Er hat mir den Raum gegeben für meine emotionalen up`s and down`s, die bei so einem intensiven Prozess des Loslassens dazu gehören können und auch dürfen.
In solchen Situationen ist es sehr wertvoll, bei gewollten und angestrebten Veränderungen im Leben einen Coach an seiner Seite zu haben.

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