Meine Geschichte – Mein Weg….

GRENZEN EXISTIEREN NUR IM KOPF

Marion´s Lebensweg zeigt, daß sie genau das vorlebt, was sie in ihren Keynotes und Mentoring Sessions vermittelt. Gegen aller niederschmetternder Prognose der Experten hat sie es geschafft wieder aufzustehen und ist in der Lage, kurze Strecken zu gehen.

Sie lebt ein abwechslungsreiches und buntes Leben in einer erfüllten Partnerschaft auf Herz- und Augenhöhe. Sie ist viel auf Reisen und folgt Orts- und zeitunabhängig ihrer Berufung.

Als Unternehmerin folgt sie mit viel Herz und unbändiger Leidenschaft ihrer Vision von einem selbstverantwortlichen und selbstbestimmten Leben

ÜBER MARION BENDER – IHR LEBENSWEG

Für Marion gibt es ein Leben vor und nach dem 26. Juni 1994.

Ihre Kindheit war schön und gleichzeitig herausfordernd.    Eine Vorbereitung auf das was noch kommen sollte!?

Sie wurde am 19.April 1973 mit einer Kiefer-Lippen-Gaumenspalte geboren – es folgten 16 Operationen bis zu ihrem 18. Lebensjahr. Sie war ein glückliches, energiegeladenes Kind mit einem starken Willen. Sie lachte, liebte Tiere und war gerne in der Natur unterwegs – sie liebte es Streiche zu machen und war „Hans Dampf in allen Gassen“.

Spätestens im Kindergarten wurde ihr erbarmungslos von Außen gespieglt, daß sie anders war – mit ihren Narben im Gesicht – man hat sie schlecht verstanden. Als Kind verstand sie nicht, weshalb sie gehänselt wurde – doch dies hat sie nur stärker gemacht!

DER SPORT – DIE BEWEGUNG – IHRE LEIDENSCHAFT

Sie liebte von klein auf ihre Pferde und war sehr erfolgreich im Reitsport unterwegs. Sie probierte sich in unterschiedlichen Sportarten aus und wollte dabei immer gute Leistungen erbringen. Ein Leben ohne ständig in Bewegung zu sein – war damals undenkbar für sie.

DER UNFALL

Der Tag des 26. Juni 1994, der Marions Leben und das ihrer Familie komplett veränderte – ausgebremst von 100 auf 0!

Marion startete an diesem sehr heißen Juni Tag mit ihrem 6- jährigen Pferd „Winzer“ auf einem Springturnier . Der gleiche Platz, wo sie mit 12 Jahren ihre Springkarriere begann. Ihr Pferd zögerte kurz vor dem Hindernis , hat er schon gespürt was kommen wird ? Sie überschlugen sich über dem Hindernis und „Winzer“ fiel fatalerweise auf Marion, sie spürte schulterabwärts nichts mehr. Noch im Sand bewegungslos liegend, sagte sie zu ihrem Vater: „Mist Papa, ich bin querschnittsgelähmt.“

Dies war zum damaligen Zeitpunkt schon immer eine Horrorvorstellung für sie – nach dem Motto “ Wenn ich mich nicht mehr bewegen könnte, würde ich lieber sterben!“

 

DAS KRANKENHAUS

Sie wurde in der Gießener Uniklinik zweimal operiert – die Diagnose “ eine komplette Querschnittslähmung ab dem 3. Halswirbel“. Die Prognose der Ärzte  – für ihre Familie der Supergau: „Seien sie froh, wenn ihre Tochter mal mit dem Mund einen Elektrorollstuhl wird bedienen können!“

Marion bekam diese Aussage damals glücklicherweise nicht mit. Sie hatte mehr damit zu tun, wie sie z.B. eine Fliege aus ihrem Gesicht verscheucht, wenn sie den Arm nicht bewegen kann.

MIT DEM HUBSCHRAUBER IN DIE REHAKLINIK

Ein paar Tage später folgte der Hubschrauberflug in die Reha-Klinik nach Heidelberg – Schlierbach und es sollten noch einige Herausforderungen auf Marion warten. Durch die eingesetzte Platte, die ihre Halswirbel stabilisierte, war die Speiseröhre verletzt worden – es folgten weitere drei Operationen und schmerzhafte Momente. Marion durfte mehrere Monate nichts essen, durfte den Speichel nicht schlucken – er wurde rund um die Uhr abgesaugt.

Marion lag im Bett, bewegungslos in vollkommener Abhängigkeit von ihrem Umfeld. Sie wurde krass mit sich selbst konfrontiert. All ihre Pläne für ihr Leben schienen zerstört und ihre gesetzten Ziele plötzlich unerreichbar. Perspektivlosigkeit, das Gefühl von Ohnmacht und Orientierungslosigkeit machte sich in ihr breit. Ihre fatale Situation wurde Marion immer bewusster und gleichzeitig wollte sie auch ihre Familie und Freunde trösten – und stark sein. Für sie war es fast unerträglich schwer, sich so hilflos liegen zu sehen, vollkommen auf Hilfe angewiesen – 15 kg leichter und künstlich ernährt.

MARION´S UMGANG MIT DIESER SITUATION

Anfangs herrschte ein nicht wahrhaben wollen – das Leben im Rollstuhl- Forget it! Eine kurze Zeit des hadern folgte und dann traf Marion eine richtige Entscheidung für ihr weiteres Leben. Sie hatte die Wahl – Aufgeben und liegen bleiben, mit dem Leben abschließen, oder ihre aktuelle Situation so annehmen wie sie gerade ist. Nach vorne schauen und jeden Tag alles ihr mögliche dafür zu tun, daß es ein guter Tag wird. Sie beschloß, daß sie sich ein richtig gutes Leben zurückholt, setzte sich neue Ziele und begeisterte ihr Umfeld dafür.

Marion weigerte sich von Anfang an hartnäckig dagegen, sich von anderen sagen zu lassen was geht und was nicht mehr gehen wird. Sie nahm die kommenden Herausforderungen sportlich an mit allen Höhen und Tiefen. Was die schulmedizinischen Bücher zu ihrer Lähmungshöhe und Möglichkeiten sagten, nahm und nimmt sie bis heute nicht als absolute Wahrheit an.

DAS LEBEN IM ROLLSTUHL BEGINNT

Marion wurde in den Rollstuhl gesetzt, begann mit den Therapien und lernte neue Freunde kennen, die in einer ähnlichen Situation waren wie sie. Egal ob Deutsche, Italiener, Türken oder Amerikaner – sie „saßen alle im gleichen Boot!“

Marion war fest entschlossen, sich ihr Leben und Selbstständigkeit zurückzuerobern und fand eine große Stütze in ihrer Familie, den Therapeuten, Krankenschwestern und besten Freunden. Sie erlebte immer wieder Tiefpunkte, neue Operationen, die sie zurück warfen. Trotzdem konnte sie sich an den schönen Momenten erfreuen – an der Gemeinschaft der Patienten, den Unternehmungen mit den Therapeuten und den leckeren Nudeln der italienischen Mamas,( als sie endlich essen durfte).

ERSTE AUFREGENDE ERLEBNISSE MIT DEN GELIEBTEN PFERDEN

Marion sagt: „Ich bin sehr dankbar für die Menschen, die mir in dieser herausfordernden Zeit an die Seite gestellt wurden!“

So z.B.eine ihr sehr verbundene Krankenschwester – Gisela – die ihr versprach: „wenn du mehrere Stunden im Rollstuhl sitzen kannst, nehme ich dich mit zu meinem Pferd!“ Die Ansage hat motiviert. Marion hielt immer länger im Sitzen aus und sie nahm Marion mit zu ihrem Pferd!!! DANKE,GISELA!!!

Ein super fitter, strahlender Mann im Rollstuhl, Bernhard, kam zu Marion ins Zimmer. Er hat sie mit seiner Lebensfreude angesteckt und nahm Marion samt ihrer Halskrause mit auf seine umgebaute Kutsche und sie erkundeten im flotten Tempo die Natur, so atemberaubend schön! Diese Erfahrung brachte ihr ihre Lebensfreude zurück un die Zuversicht, dass das Leben auch im Rolli richtig gut weitergehen kann!

DER ENTLASSUNGSTAG NAHT… WIE GEHT ES WEITER?

Mai 1995 – nach 11 Monaten, einer sehr herausfordernden und prägenden Zeit für Marion, sie wollte gar nicht mehr nach Hause!!

Sie hatte viele Freunde gefunden und war in einem geschützten Raum. Eine Umgebung, wo das sitzen im Rollstuhl und alle organisatorischen Herausforderungen, die eine Querschnittlähmung mit sich bringt nichts besonderes oder bemitleidenswertes waren.

WIEDER ZU HAUSE – JUHUU ODER DRAMA?

Wieder zu Hause bei der Familie – Marion hatte monatelang darauf hin gearbeitet! Und da ist es:  das Loch! Sie kam zurück in ihr unverändertes Zuhause – doch sie war nicht mehr dieselbe…

Fragen füllen den Raum:

  • Was mache ich jetzt?
  • Wie komme ich im „Alltag“ alleine klar?
  • Wie sieht meine Zukunft aus?
  • Bin ich so „nutzlos“ dasitzend noch etwas wert?
  • Werde ich einen Partner finden, der mich so liebt wie ich bin?
  • Bin ich liebenswert?
  • Wie sieht meine berufliche Zukunft aus – was kann ich schon noch tun?
  • Werde ich je wieder ein selbstständiges Leben führen können?
  • Und… Und… Und….

Sie fühlte sich einsam und sehnte sich nach Antworten!

,DAS LEBEN GEHT WEITER…

Langsam füllte sich ihr Alltag wieder,  ihr Leben kam langsam in Bewegung. Marion begann ihre täglichen Therapien. Sie fuhr mit dem Elektrorollstuhl und ihrer Golden Retriver Hündin „Cindy“, die sie seit ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus treu begleitete, in die Natur.

Nach einigen Monaten begann sie wieder stundenweise im Finanzamt zu arbeiten. Ihre geliebte Oma begleitete sie und ersetzte Marion ihre noch nicht funktionsfähigen Hände.

Bis sie wieder selbst Autofahren kann, sollte es noch sieben Jahre dauern.

Marions körperlicher Zustand verbesserte sich langsam und sie begann mit dem Fahrsport. Sie wurde Mitglied im deutschen Kader für Fahrer mit Behinderung, nahm mit ihrem erfahrenen, treuen Pferd „Goldi“ an Fahrturnieren teil. Sie konnte sich so auch wieder mit körperlich nicht eingeschränkten Fahrerkollegen messen und nahm erfolgreich an Meisterschaften für Fahrer mit Behinderung teil.

Marion liebte das Reisen mit ihrem Bruder und entdeckte mit dem Rolli, per Auto, Schiff und Flugzeug neue Länder und Kulturen.

Im August 2005 war es dann soweit. Marion wurde unerwartet von „Amors Pfeil“ getroffen. Sie lernte auf einer AIDA-Kreuzfahrt Werner kennen, sie verliebten sich ineinander und zogen einige Monate später zusammen und bewegen sich seitdem als Paar gemeinsam durch Leben. Sie reisen gerne mit ihrem Behindertenbegleithund Anton, im Wohnwagen durch Europa und genießen die damit verbundene Freiheit sehr.

DER WEG GEHT WEITER….

Marion ist von Herzen dankbar, daß sie sich wieder ihr Leben zurückerobert hat. Dankbar was sie wider aller Prognosen erreicht hat. Sie hat ihr Versprechen an sich damals in der Klinik 1994 gehalten.

In den folgenden Jahren absolvierte sie trotz gesundheitlicher Herausforderungen begeistert und erfolgreich Aus- und Weiterbildungen zur Heilpraktikerin, TCM-Therapeutin und Coach.

Plötzlich spürte sie den Ruf: Da geht noch mehr! Sie spürte den tiefen Wunsch in sich, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben zu wollen.

Seitdem beschäftigt sie sich begeistert mit ihrer eigenen Persönlichkeitsentwicklung und hat die spannende Reise nach innen angetreten. Sie lebt jeden Tag voller Freude ihre Berufung.

Sie liebt es, sich täglich weiterzubilden und online auf Reisen als „Wegbegleiterin“ – als Mentorin auf Augen- und Herzhöhe Menschen in herausfordernden Krisenzeiten zu unterstützen. Sie berührt, inspiriert und motiviert Menschen als Speakerin auf der Bühne.

Der Weg war und ist nicht immer einfach gewesen. Umso wertvoller sind für Marion die täglichen Erfolgserlebnisse, seien sie gefühlt auch noch so klein!

Marion kann heute sagen, dass sie ihren Reitunfall als Geschenk ansieht – so heftig auch die Konsequenzen bis heute sind.

“ Ich wäre nicht die Marion, der Mensch, der ich heute bin. Der Unfall gab mir die Möglichkeit „neue Wege“ zu gehen. Ich bin enorm daran gewachsen und lebe immer mehr das Leben, daß ich mir von Herzen wünsche und ich bin glücklich.“

„Egal welche Herausforderung uns das Leben stellt – es lohnt sich diese sportlich anzunehmen und zu meistern. Es lohnt sich immer wieder aufzustehen, denn das Leben ist so wundervoll und wir sollten unser Leben feiern.“

„AUFSTEHEN BEGINNT IM KOPF!“

 

 

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